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Vorschriften

RE2020: neu betroffene Gebäude ab dem 1. Mai 2026

Veröffentlicht am 17. März 2026

Die RE2020 wird weiter schrittweise eingeführt. Das Dekret Nr. 2026-16 vom 15. Januar 2026 sieht die Ausweitung ihrer Anwendung auf neue Gebäudetypen vor. Diese Änderung betrifft Bauanträge und Bauanzeigen, die ab dem 1. Mai 2026 eingereicht werden. Das bedeutet, dass Bauherren, Projektentwickler, Hersteller und Planungsbüros sich bereits jetzt auf diese neuen regulatorischen Pflichten vorbereiten müssen.

Welche Gebäude sind neu von der RE2020 betroffen?

Ab Mai 2026 gilt die Verordnung insbesondere für:

Diese Ausweitung markiert einen wichtigen Schritt: Die RE2020 betrifft nicht mehr nur Wohngebäude oder bestimmte Bürogebäude, sondern erstreckt sich auf vielfältige Bereiche des Dienstleistungssektors, des Gesundheitswesens und der Industrie.

Zur Erinnerung: die 5 Ergebnisanforderungen der RE2020

1. Optimierung des energetischen Entwurfs

Das Gebäude muss so geplant werden, dass sein Energiebedarf bereits in der Entwurfsphase verringert wird (Ausrichtung, Dämmung, Kompaktheit usw.).

2. Begrenzung des Primärenergieverbrauchs

Ziel ist es, die Abhängigkeit von fossilen Energien zu verringern und leistungsfähige, CO₂-arme Systeme zu fördern.

3. Verringerung der CO₂-Auswirkungen des Energieverbrauchs

Über die Energieeffizienz hinaus schreibt die Verordnung vor, die mit der Nutzung des Gebäudes verbundenen Treibhausgasemissionen zu begrenzen.

4. Begrenzung der CO₂-Auswirkungen der Gebäudekomponenten

Hier wird die Gebäude-Ökobilanz zentral. Materialien, Geräte und technische Systeme müssen nach ihren Umweltauswirkungen über den gesamten Lebenszyklus (Herstellung, Transport, Einbau, Lebensende) bewertet werden. Dies erfordert zuverlässige und verifizierte FDES und PEP-Datenblätter.

5. Begrenzung der thermischen Unbehaglichkeit im Sommer

Die RE2020 führt einen eigenen Indikator zur Messung des sommerlichen Komforts ein, um Hitzeperioden infolge des Klimawandels vorwegzunehmen.

Warum ist diese Ausweitung für Hersteller strategisch?

Mit der Einbeziehung von Industrie-, Handwerks- und Gesundheitsgebäuden steigt der regulatorische Druck auf die Hersteller von Bauprodukten. Um die Anforderungen der RE2020 zu erfüllen, müssen sie:

Die CO₂-Leistung der Komponenten wird zu einem entscheidenden Kriterium bei Ausschreibungen.

Die RE2020 vorwegnehmen dank Ökobilanz und Datenstrukturierung

Die Ausweitung der RE2020 bestätigt einen grundlegenden Trend: Umweltdaten werden strategisch. Ein strukturierter Ökobilanz-Ansatz (LCA) ermöglicht es, künftige regulatorische Anforderungen vorwegzunehmen, die Konformität der Produkte abzusichern, schneller auf Projekte zu reagieren, die der RE2020 unterliegen, und die eigene Umweltleistung zur Geltung zu bringen.

Fazit

Ab dem 1. Mai 2026 erreicht die RE2020 eine neue Stufe, indem sie zahlreiche Dienstleistungs-, Industrie- und Gesundheitsgebäude einbezieht. Für die Akteure der Branche ist die Herausforderung klar: ihre Umweltdaten ab sofort vorbereiten, strukturieren und absichern.

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