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EPD vs. PEP-Datenblatt: Welche Unterschiede und welche Deklaration für Ihr EEE- oder HLK-Produkt?

Veröffentlicht am 7. Mai 2026

In einem Umfeld, in dem sich die Umweltvorschriften in Frankreich und Europa verschärfen, wird die Wahl der richtigen Umweltproduktdeklaration für Hersteller zu einer strategischen Frage.

Wenn Sie Hersteller im Bereich Elektro- und Elektronikgeräte (EEE) oder Heizungs-, Lüftungs- und Klimatechnik (HLK) sind, mussten Sie wahrscheinlich bereits EPD (Environmental Product Declaration) und PEP-Datenblätter (Produkt-Umweltprofil) verwenden oder zwischen beiden wählen.

Eine anerkannte Umweltzertifizierung zu erlangen ist heute ein Muss für Hersteller, die ihre Produkte abheben möchten.

Diese beiden Arten von Umweltproduktdeklarationen werden oft verwechselt, und das aus gutem Grund: Ein PEP ist technisch gesehen eine EPD. Worin liegt also der eigentliche Unterschied? Und vor allem: Welche sollten Sie für Ihr Produkt wählen?

EPD und PEP: zwei Begriffe, die man nicht verwechseln sollte

Bevor wir vergleichen, kurz zu den Definitionen. Eine EPD (Environmental Product Declaration) ist eine Umweltdeklaration vom Typ III, die auf einer Ökobilanz (LCA) beruht und den Normen ISO 14025 und EN 15804 entspricht. Sie ist ein internationaler Standard, der für ein sehr breites Spektrum an Produkten und Branchen gilt.

Ein PEP-Datenblatt (Produkt-Umweltprofil) ist ebenfalls eine Umweltdeklaration vom Typ III, gehört jedoch zum Programm PEP ecopassport®, das speziell für Elektro-, Elektronik- und HLK-Produkte (EEE/HVAC) konzipiert wurde. Anders gesagt: Jedes PEP ist eine EPD, aber nicht jede EPD ist ein PEP.

Die tatsächlichen operativen Unterschiede zwischen EPD und PEP

Hier wird es für einen Hersteller konkret. Über die Definitionen hinaus unterscheiden sich EPD und PEP-Datenblatt in mehreren zentralen Punkten.

1. Das Programm und die methodischen Regeln

Eine EPD kann bei verschiedenen Programmbetreibern registriert werden: International EPD System (IES), IBU (Deutschland), EPD Italy, INIES (Frankreich, Bauwesen) usw. Jedes Programm verfügt über eigene PCR (Product Category Rules), die die für eine Produktkategorie geltenden Berechnungsregeln der Ökobilanz festlegen.

Das PEP-Datenblatt hingegen wird zwingend beim Programm PEP ecopassport® registriert. Dieses Programm bietet PSR (Product Specific Rules), die auf die technischen Besonderheiten von EEE- und HLK-Geräten zugeschnitten sind, insbesondere die Norm EN 50693 für elektrische und elektronische Geräte.

2. Die Branchenabdeckung

Die allgemeinen EPD-Programme decken eine sehr breite Palette von Produkten ab: Baustoffe, Chemikalien, Möbel, Verpackungen usw. Sie sind nicht auf die Besonderheiten von elektrischen Geräten oder Klimaanlagen optimiert. Das Programm PEP ecopassport® wurde genau für diese Produkte konzipiert.

3. Die regulatorische und kommerzielle Anerkennung

In Frankreich schreibt die RE2020 eine Ökobilanz auf Gebäudeebene vor. Die Daten aus den PEP-Datenblättern ermöglichen es, die RE2020-Berechnungssoftware mit herstellerspezifischen Daten zu versorgen. Auf europäischer Ebene wurde im Februar 2025 ein Abkommen zur gegenseitigen Anerkennung (MRA) zwischen PEP ecopassport® und dem International EPD System unterzeichnet.

4. Der Zertifizierungsprozess

Ob Sie sich für eine EPD oder ein PEP-Datenblatt entscheiden, der Prozess beruht auf denselben großen Schritten:

  1. Durchführung einer Ökobilanz nach ISO 14040/44
  2. Erstellung der Deklaration nach den Regeln des Programms (PCR oder PSR)
  3. Verifizierung durch einen unabhängigen zugelassenen Dritten
  4. Registrierung beim Programmbetreiber
  5. Veröffentlichung der Deklaration

Vergleichstabelle: allgemeine EPD vs. PEP-Datenblatt

KriteriumAllgemeine EPDPEP-Datenblatt (PEP ecopassport®)
ReferenznormISO 14025, EN 15804ISO 14025, EN 15804, EN 50693
ZielbrancheAlle BranchenNur EEE und HLK/HVAC
ProgrammbetreiberIES, IBU, EPD Italy…PEP ecopassport®
Anerkennung in der RE2020EingeschränktJa
Internationale VergleichbarkeitUnterschiedlichMRA mit IES seit 2025

Kann man beides machen?

Dank des im Februar 2025 unterzeichneten Abkommens zur gegenseitigen Anerkennung kann eine für ein PEP erstellte Ökobilanz als Grundlage für eine IES-EPD dienen. Wenn Ihr Markt hauptsächlich französisch ist: Setzen Sie vorrangig auf das PEP-Datenblatt. Wenn Sie internationale Märkte anvisieren: Ziehen Sie ergänzend eine IES-EPD in Betracht.

Fazit

Für einen Hersteller von Elektro-, Elektronik- oder HLK-Geräten ist die Antwort in den allermeisten Fällen klar: Beginnen Sie mit einem PEP-Datenblatt. Es ist speziell für Ihre Branche konzipiert, in Frankreich regulatorisch anerkannt und gewinnt international zunehmend an Bedeutung.

Sie möchten ein PEP-Datenblatt oder eine EPD für Ihr Produkt erstellen? Kontaktieren Sie uns für eine persönliche Begleitung.

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